VDE Nr. 10 A 20 Lübeck Stettin

Schematische Darstellung des aktuellen Bau- und Planungsstandes

Aufgabenstellung

323,2 km vierstreifiger Neubau

Realisierung durch die Straßenbaubehörde von Schleswig-Holstein (16,8 km) und der DEGES.

Besonderheiten

Nachdem das erste 26,4 km lange Teilstück der A 20 zwischen Grevesmühlen und dem AK Wismar bereits seit Dezember 1997 unter Verkehr ist, richtet sich das Augenmerk darauf, die Strecke zwischen Schönberg und Rostock möglichst bald in Betrieb zu nehmen. Dies bedeutet eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssituation auf dem nachgeordneten Straßennetz (insbesondere B 105) und in den Ortsdurchfahrten.
Parallel dazu werden in den südlichen Abschnitten ausgehend vom Autobahnkreuz Uckermark bis Neubrandenburg die Bauarbeiten mit Nachdruck vorangebracht. Dritter Schwerpunktbereich schließlich sind verschiedene Abschnitte östlich Rostock bis Jarmen, um die Anbindung Stralsund/Rügen schrittweise zu verbessern.
Eine wesentliche Voraussetzung für die zeitnahe Verwirklichung dieser Ziele ist gegeben, indem wichtige Ingenieurbauwerke wie die Warnowbrücke (930 m) fertiggestellt, die Peenebrücke (1110 m) bei Jarmen und die Ueckertalbrücke (1190 m) bei Pasewalk im Baugeschehen weit vorangeschritten sind.
Für den Rügenzubringer ist geplant, im südlichen Abschnitt ab der A 20 bis Stralsund noch bis Ende 1999 das Planfeststellungsverfahren einzuleiten, die restliche Strecke ist in der Entwurfsbearbeitung, für die Querung des Strelasunds laufen die Variantenuntersuchungen.

Warnowbrücke

Projektfortschritt

Der Grunderwerb an der A 20 in Mecklenburg-Vorpommern ist an rund 225 km, das entspricht 80 %, in Arbeit.
Dem Planungs- und Baustand entsprechend sind gegenwärtig ca. 6000 ha Flächen, davon 2800 ha für die Trasse, zu erwerben bzw. durch Vereinbarungen mit den Betroffenen zu sichern. Über die Bereitstellung dieser Flächen wurde mit mehr als 2600 Eigentümern und Pächtern verhandelt. Dabei mußten rund 4530 Flurstücke erfaßt und bewertet werden.
Gegenwärtig befinden sich 83 km Strecke in 7 Trassenabschnitten in den Schlußvermessung. Für die gesamte A 20 in Mecklenburg-Vorpommern bestehen Rahmenverträge über die bautechnische und Liegenschaftsvermessung.
In Brandenburg ist der Grunderwerb bereits zu 70 % abgeschlossen. Am AK Uckermark läuft auf 7,7 km ein Unternehmensflurbereinigungsverfahren in Verantwortung des Amtes für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung Prenzlau.
Insgesamt besteht eine große Bereitschaft der Betroffenen zur Flächenbereitstellung, wenn auch die Pächter und Nutzer landwirtschaftlicher Betriebe, die teilweise erhebliche Mengen von Ackerflächen für Ersatzmaßnahmen bereitstellen sollen, nicht in allen Fällen von der Notwendigkeit von Umfang, Art und Lage insbesondere der trassenfernen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen überzeugt werden konnten.

Ausblick bis Mitte 2000

 

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